[]

Bärtierchen - alles nur ein Witz ?

[]


 »
 

Schüler berichten uns, sie seien ausgelacht worden, nachdem sie im Biologie-Unterricht die Bärtierchen erwähnt hätten

 »

U.S. Teenager fragen an, wie man Bärtierchen aus Jeans vertreiben könne

 »
 

Ein Leser erkundigt sich besorgt: "Droht uns eine neue biblische Plage ?"


Bevor sich nun jemand aus dem Fenster stürzt oder auch nur seine Jeans verbrennt, möchte die Redaktion Folgendes klarstellen:


Bärtierchen existieren und sie leben ganz in Ihrer Nähe!

Bärtierchen (Tardigrada) sind sonderbare, ultrakleine, jedoch hoch entwickelte, vielzellige Lebewesen. Rund 1.000 Arten, mit zum Teil recht unterschiedlichem Aussehen sind bekannt. Sie leben im Freien, typischerweise in kleinen Wassertropfen auf Moosen und Flechten: Moosbewachsene Steinmauern, Pflasterritzenmoos, Baumrinde, alte Dächer usw.
In den althergebrachten, gedruckten Konversationslexika findet sich in aller Regel ein kurzer Eintrag, welcher zumindest auf die Existenz der Bärtierchen hinweist. Sie können den Existenzbeweis durchaus auch selbst ausführen, indem Sie den Zweiflern ganz einfach ein paar Bärtierchen unter die Nase halten (in den Schulen gibt es meist Mikroskope). Normalerweise überzeugen aber auch die vielen Fotos und Filme auf dieser Website, zum Beispiel das Introvideo, das Sie über unsere Hauptseite erreichen.


Bärtierchen sind drollig und absolut harmlos

Wer Hitchcocks Film "Die Vögel" gesehen hat, wird unweigerlich zu dem Schluß gekommen sein, daß die tierischen Erd-Mitbewohner dem Menschen merkwürdigerweise nur selten maximal aggressiv begegnen. Auch die vielen Billiarden Bärtierchen tun uns nichts. Im Gegenteil - die Menschen sind ihnen anscheinend völlig schnuppe.


[ Tardigrades, tardigrade ]

Bärtierchen, in einem winzigen Wassertropfen krabbelnd.
Körperlänge ca. 0,3 mm.


Was die Bärtierchen interessant macht

Sie sind so klein, daß die Menschen sie erst lange nach der Erfindung der Mikroskope, nämlich Ende des 18. Jahrhunderts, entdeckt haben.
Sie haben Beine, Krallen, Muskeln, Augen, Magen, Mund, Nerven usw., wohlgemerkt alles tausendmal kleiner als bei uns Menschen. Die Körpermasse beträgt rund 1 Millionstel (!) Gramm. Ein anschauliches Beispiel zu den Größenverhältnissen finden Sie hier.
Genau wie bei den Menschen zeigen auch die Bärtierchen Anzeichen von Jugend und Senilität.
Und falls Sie (ja, wir meinen Sie!) nun glauben, zumindest Ihr Sexualleben sei etwas Besonderes, lesen Sie doch einfach mal nach über das Paarungsverhalten der Bärtierchen.
Wirklich mirakulös ist allerdings die Fähigkeit der Bärtierchen, einzutrocken und nach Zugabe von etwas Wasser wieder zum Leben zu erwachen.
Wußten Sie übrigens, daß die Zoologen den Bärtierchen aus taxonomischer Verzweiflung die hohe Ehre eines eigenen biologischen Stammes (!) erwiesen haben?
Und das Beste zum Schluß: Sie finden Bärtierchen nicht nur auf den Höhen des Himalaya und nicht nur in den Tiefen des Pazifik sondern am einfachsten zuhause, z.B. im Garten, aber auch in den Pflasterritzen der Großstadt!



Hauptseite


© Text und Fotos von  Martin Mach