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Hartmut Grevens "Tardigrada" (Teil 2: Bildhaftes) |
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Abb. 1: "Tardigrada" - KI-Coverbild |
Abb. 2: "Weltmacht auf sechs Beinen" - Coverbild von W. Kaehler (Getty Images) |
Das Cover von Susanne Foitziks Ameisenbuch (Abb. 2) kann jedoch sehr wohl auf ein
derart ikonisch wirkmächtiges Tierportrait zurückgreifen: die besonders attraktive
Blattschneiderameise! |
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Abb. 3:
Der Ameisenfotograf Harald Doering bei der Arbeit, in den 1950er Jahren.
Er verwendete eine Leica mit Spiegelkasten, Balgengerät auf Makroschiene
und reichlich Blitzlicht vor einer kleinen Tanzbühne mit den Ameisen. -
Primärbildquelle unbekannt
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Doerings eindrucksvolle Ameisenfotos markieren bereits einen sehr hohen technischen und gestalterischen Entwicklungsstand, der im Poster-Hintergrund von Abb. 3, aber auch beim Umschlagbild des 1958 erschienenen Buchs "Millionen in einem Bau" ersichtlich ist: |
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Abb. 4: Wenn man die begrenzten drucktechnischen Umsetzungs-Möglichkeiten der 1950er Jahre mit in Betracht zieht wird klar, welch traumhaftes fotografisches Niveau in der Ameisen-Nische bereits vor rund 70 Jahren erzielt wurde! |
Was man in BBC-Naturfilmerkreisen als "coffee table quality" bezeichnet,
ganz einfach ein gutes Portrait aus natürlicher Perspektive, war somit bei den Ameisen
bereits in den 1950er Jahren verfügbar. Diese Qualität zeigen deshalb auch praktisch
alle Ameisenbilder im aktuellen Ameisenbuch von Susanne Foitzik. Gezeigt werden vor allem
(sehr gute) Habitus-Bilder der diskutierten Arten, der jeweiligen Ameisenköniginnen
und ihres Hofstaats. Ausgiebig bildlich dargestellt sind die sozialen Interaktionen innerhalb
eines Ameisenstaats sowie Begegnungen mit fremden Arten und anderen Kleinlebewesen. |
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Noch neuere Ameisenfotos reizen die aktuellen digitalen Techniken aus und rücken den Ameisen geradezu beängstigend dicht auf die Pelle. Sie überschreiten somit bereits den Zenith des idealen Portraits (den wir bei den Bärtierchen leider noch nicht erreicht haben!). Diese extremen Nahaufnahmen rücken die Ameisen durch gnadenlose Nahbetrachtung allerdings zusehends in Richtung Endzeit-Monster. Googeln Sie doch einfach mal nach den spektakulären Ameisenportraits des litauischen Fotografen Egenijus Kavaliauskas! |
Vertiefende Interpretation des Bärtierchen-Covers |
Und welche Abbildungen sind denn nun im Greven-Werk? |
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Abb. 5: Der im Buch gezeigte Bärtierchen-Bausatz aus Japan, vor ... |
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Abb. 6: ... und nach der Montage! |
Mehr möchten wir nun aber hier wirklich nicht verraten - Bärtierchen- und Ameisenbuch sind jedenfalls beide bildwert und kaufenswert! |
Anmerkung
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© Text, Fotos und Filme von Martin Mach |