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Aktueller Hinweis:
Prof. Hartmut Grevens mit Spannung erwartetes Buch "Tardigrada"
kommt gerade frisch aus der Druckerpresse. Wir werden es in einem der folgenden Journale
noch angemessen ausführlich würdigen. Bereits vorab sei jedoch betont, dass der Nestor
der deutschen Bärtierchenforschung hier nicht lediglich ein dürres Alterswerk vorlegt,
auch kein blutarm-akademisches Krallenvermessungskonvolut, sondern vielmehr eine eindrucksvoll umfassende Gesamtbetrachtung des Themas
"Bärtierchen", mit allen seinen Facetten - beginnend bei der Entdeckungsgeschichte,
weiterführend in eine tief greifende Beschreibung der Anatomie und noch viel mehr,
aber auch mit souverän-augenzwinkernden Hinweisen auf die moderne Bärtierchen-Popkultur!
Gleichermaßen soliden und trotzdem unterhaltsam formulierten Bärtierchenstoff wird man nirgends finden
- und dies bei unglaublich günstigen 10 Cent pro Seite. |
Unsere Taxonomie-Serie - in Kooperation
mit Dr. Rolf Schuster** |
Hand aufs Herz - wohl jeder zoologisch Mikroskop-Forschende
wünscht sich gelegentliche Begegnungen mit spektakulären, oder zumindest
ungewöhnlichen Arten. Und wer stundenlang am Mikroskop herumbuckelt, verdient
einfach gelegentlich persönliche Primär-Erfahrungen, welche einen
allabendlichen "Tatort"-Konsum in den Schatten zu stellen vermögen! |
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Abb. 1: Cornechiniscus-Bärtierchen aus Sümeg in Ungarn. Lebendaufnahme mit der damals üblichen, recht bescheidenen digitalen Fototechnik. Ohne künstliche Anfärbung, aber mit farbwirksamer Mischbeleuchtung. |
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Abb. 2: Im behelfsmäßigen Dunkelfeld, mit einer schwarzen Pappkartonscheibe im Filterhalter, kam dann noch die Assoziation mit einem professionell bebrillten Oldtimer-Mobilisten oder Gletscherforscher auf! Die Körperlänge des hier gezeigten Exemplars beträgt knapp 300 µm. |
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Die folgende Zeichnung illustriert die wichtigsten Merkmale der Kopfregion und deren Nomenklatur: |
| Abb. 3: Blick auf den Kopf von Cornechiniscus cornutus,
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Abb. 4: Das namensgebende Horn, etwas näher betrachtet. Seine Länge beträgt hier ca. 25 µm. Es ist spitz, dolchförmig, inwendig verstärkt und über eine Art Einschnürung, quasi ein halbstarres Gelenk, mit der Schulterplatte verbunden. |
| Abb. 5: Blick von oben auf den Kopf von Cornechiniscus cornutus. Während die Augen bei frontaler Betrachtung - wie in Abb. 1 - kreisförmig erscheinen, offenbart sich in dieser Dorsalansicht ein gekrümmtes, bohnenförmiges Profil. |
| Abb. 6: Bei der Untersuchung der
Geometrie des Kopfes von Cornechiniscus cornutus erreicht man schnell
die Grenzen der räumlichen Darstellung im Lichtmikroskop: |
| Abb. 7: Schärfeeinstellung
auf die Cirri externi von Cornechiniscus cornutus bei nach vorne
gestrecktem Kopf. |
Cornechiniscus cornutus hat auch an den Hinterbeinen Papillen, bei denen vielleicht ebenfalls eine sensorische Funktion anzunehmen ist. |
| Abb. 8: Blick auf den Hinterleib
von Cornechiniscus cornutus, |
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Auch wenn es vielleicht nicht sehr spannend klingt: Die Struktur der Panzerplatten nimmt in der taxonomischen Fachliteratur einen breiten Raum ein und soll deshalb hier auch am Beispiel von C. cornutus gezeigt werden. |
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Abb. 10: Panzerung von Cornechiniscus cornutus,
Rückenansicht, schematisch. |
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Zur Namensgebung |
Anmerkungen und Literatur
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© Text, Fotos und Filme von Martin Mach |