Brennweitenmessung und Gebrauchstauglichkeit des 1/2 Zoll Modells
Mit Hilfe der früher hier im Journal (Juli und August 2022) beschriebenen Brennweitenmessung ermittelten wir eine Vergrößerung
von 25,8 ± 0,5 mm, die erstaunlich genau mit einer, ebenfalls bereits
früher gezeigten "Brewster-Lupe" (auch mit Coddington-Optik, beschrieben im September 2022/Abb. 4)
übereinstimmt.
So richtig spannend wird es allerdings erst im Gebrauchstest: Mit der in Abb. 1 gezeigten
Lupenvariante ist die 10 µm Teilung eines gängigen Mikroskop-Objektmikrometers
exzellent auflösbar - jedoch leider nicht für jedermann.
Bei einem Sehfeld von nur 4 mm gilt es zunächst einmal, das jeweils
interessierende Objektdetail überhaupt zu finden. Erschwerend hinzu kommt der winzige
freie Arbeitsabstand von nur etwa 3 Millimetern. Wer unter diesen strengen
Randbedingungen dann achsenrichtig präzise und zitterfrei zu fokussieren versteht,
wird mit einer traumhaften Bildqualität belohnt, die im Zielkreis einem Steinheil-System
nicht merklich unterlegen ist. Glücklich schätzen darf sich insofern vor allem
Mikro-Superman, der damit natürlich locker klar kommt! Die im Internet häufig
kolportierte Behauptung, dass das Ende der Coddington-Fahnenstange bereits bei 20facher
Vergrößerung erreicht sei, darf jedenfalls als falsch und überholt
gelten. Zweifellos markiert das in Abb. 1 gezeigte Instrument die absolute Krone
aller Coddington-Schöpfungen - in der Hand von Spezialisten. Es verdient insofern
unser heiß begehrtes James-Bond Gadget-Prädikat!
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